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Ein Einkauf, drei Zahlungswege: wie viele Einträge sind das?

Ein Teil über den Gutschein, ein Teil kontaktlos, der Pfandbon dazu und der Rest bar. Wie viele Zeilen daraus werden, hängt davon ab, welche Frage dein Haushaltsbuch beantworten soll – und eine der beiden Antworten ist deutlich weniger Arbeit.

An der Kasse läuft es so: Der Pfandbon vom Leergutautomaten geht ab, dann der Gutschein vom Geburtstag, und weil der Rest noch übrig ist, zahlst du zwölf Euro kontaktlos mit der Karte. Abends sitzt du vor dem Haushaltsbuch und weißt nicht, welche Zahl da eigentlich hingehört.

Die Antwort hängt nicht davon ab, wie ordentlich du bist. Sie hängt davon ab, welche der zwei möglichen Fragen dein Buch beantworten soll – und die meisten Haushalte brauchen nur eine davon.

Zwei Fragen, zwei Vorgehensweisen

Die erste Frage lautet: Wofür ist das Geld gegangen? Dann interessiert dich der Warenwert und die Kategorie, und das Zahlungsmittel ist irrelevant. Ein Einkauf ist ein Eintrag, egal über wie viele Wege er bezahlt wurde.

Die zweite Frage lautet: Wie viel Bargeld liegt noch im Portemonnaie und was steht auf dem Girokonto? Dann brauchst du pro Zahlungsmittel eine eigene Zeile, weil sonst kein Bestand mehr stimmt.

Die meisten führen ihr Haushaltsbuch wegen der ersten Frage. Wer keinen Bargeldbestand nachhält, hat von der Aufteilung nichts außer Mehrarbeit – und Mehrarbeit an der Kasse ist genau die Sorte, die dazu führt, dass Einträge irgendwann ausbleiben.

Wenn du eine Zeile schreibst

Trag den Betrag ein, den du tatsächlich bezahlt hast, mit dem Zahlungsmittel, über das der größte Teil lief. Bei der Rechnung oben wären das zwölf Euro plus der Anteil, der bar dazukam. Was über einen Gutschein oder einen Pfandbon abgegolten wurde, ist an dieser Stelle kein Geldabfluss mehr.

Der Preis: Deine Kategorienauswertung zeigt den Warenwert nicht. Wenn du wissen willst, für wie viel du im Monat tatsächlich eingekauft hast, liegt der Wert zu niedrig, weil der Gutscheinanteil fehlt. Für die meisten Zwecke ist das genau richtig, denn das Buch soll ja zeigen, was aus dem Haushalt abgeflossen ist.

Was mit Gutscheinen und Pfand passiert

Diese Posten sorgen für die meiste Verwirrung, dabei folgen sie einer einfachen Regel: Geld wird in dem Moment ausgegeben, in dem es den Haushalt verlässt.

Wer es anders macht und Pfand als Einnahme führt, bekommt eine Einnahmenspalte voller Kleinbeträge, die nichts erklärt. Es ist nicht falsch, es ist nur unpraktisch.

Wenn du doch aufteilst

Es gibt einen guten Grund für mehrere Zeilen: Du gleichst dein Bargeld regelmäßig ab und willst wissen, ob etwas fehlt. Dann brauchst du pro Zahlungsmittel eine saubere Spur.

Damit das nicht in Arbeit ausartet, hilft eine Vereinfachung: Teile nur nach Bargeld und Nicht-Bargeld auf. Ob der unbare Teil über Karte, Handy oder eine Überweisung lief, ist für den Abgleich mit dem Kontoauszug egal, weil dort ohnehin alles zusammenläuft. Zwei Zeilen sind machbar. Vier sind es an einer Supermarktkasse mit Kind an der Hand nicht.

Und wenn jemand anders mitbezahlt hat

Der häufigste Fall im Alltag: Ihr steht gemeinsam an der Kasse, einer zahlt den ganzen Betrag, der andere gibt später etwas zurück. Das ist keine Aufteilung nach Zahlungsmitteln, sondern eine Ausgabe plus eine spätere Erstattung.

Erfasse zuerst den vollen Betrag bei der Person, die bezahlt hat, und die Rückzahlung, sobald sie kommt. Dann stimmt zu jedem Zeitpunkt der Kontostand, und am Ende steht bei jedem der Anteil, den er wirklich getragen hat. Wenn ihr das öfter macht, lohnt eine eigene Markierung dafür, damit diese Beträge in den Monatsauswertungen nicht doppelt mitgezählt werden.

Egal welchen Weg du wählst: Entscheide dich einmal und bleib dabei. Ein Buch, in dem manche Einkäufe aufgeteilt und andere zusammengefasst sind, liest sich später wie zwei verschiedene Bücher – und dann ist die Mühe an der Kasse für nichts gewesen.

Häufige Fragen

Muss ich einen Einkauf aufteilen, wenn ich teils bar und teils mit Karte zahle?

Nur wenn du deinen Bargeldbestand nachhältst und wissen willst, ob er stimmt. Sonst reicht eine Zeile mit dem Gesamtbetrag. Für die Kategorienauswertung ist das Zahlungsmittel ohne Bedeutung, und jede zusätzliche Zeile kostet Zeit an einer Stelle, an der ohnehin wenig Zeit ist.

Wie erfasse ich einen geschenkten Gutschein?

Gar nicht als Ausgabe, weil dich der Gutschein nichts gekostet hat. Der damit bezahlte Teil des Einkaufs erscheint deshalb auch nicht im Buch. Wenn du trotzdem sehen willst, wie viel Ware ins Haus gekommen ist, kannst du den Warenwert in einer Notiz festhalten, solltest ihn aber nicht in die Ausgabensumme rechnen.

Gehört der Pfandbon als Einnahme ins Haushaltsbuch?

Praktischer ist es, ihn direkt vom Einkauf abzuziehen, denn das Pfand war schon einmal Teil einer früheren Ausgabe. Führst du ihn als Einnahme, sammeln sich viele Kleinbeträge in einer Spalte, die eigentlich für Gehalt und ähnliches gedacht ist, und der Jahresüberblick wird dadurch schwerer zu lesen.

Was mache ich, wenn ich für jemand anderen mitbezahlt habe?

Erfasse den vollen Betrag als deine Ausgabe und die Rückzahlung später als Erstattung, am besten mit einer eigenen Markierung. So passt dein Buch jederzeit zum Kontoauszug, und trotzdem zeigt die Jahressumme, was tatsächlich bei dir hängengeblieben ist. Offene Beträge siehst du dann daran, dass die Erstattung noch fehlt.

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