F Fambook Fambook laden

Wie du deine Daten wieder aus einer Haushaltsapp herausbekommst

Ob du deine Einträge exportieren kannst, entscheidet darüber, ob du sie besitzt. Was ein brauchbarer Export enthält, was du testen solltest, bevor du Jahre hineinsteckst, und woran Umlaute und Kommas scheitern.

Ein Haushaltsbuch ist nach drei Jahren etwas anderes als nach drei Wochen. Es ist dann kein Werkzeug mehr, sondern ein Archiv: Da steht, was euer erstes Jahr mit Kind gekostet hat, was der Umzug gekostet hat, wie sich eure Nebenkosten entwickelt haben. Diese Daten sind mit Arbeit bezahlt worden, und zwar mit deiner.

Deshalb ist der Export keine technische Randnotiz. Er ist der Unterschied zwischen einem Werkzeug, das du benutzt, und einem, in dem du feststeckst. Und die einzige Zeit, das zu prüfen, ist am Anfang, wenn noch wenig drin ist und der Wechsel nichts kostet.

Was in einem brauchbaren Export drinstehen muss

Eine Datei zu bekommen reicht nicht. Entscheidend ist, ob darin alles steht, was du beim Eintragen investiert hast. Es lohnt sich, die Datei einmal zu öffnen und Zeile für Zeile mit dem zu vergleichen, was du auf dem Bildschirm siehst.

Der Test dafür dauert zehn Minuten. Du legst ein paar Buchungen an, benutzt dabei bewusst Umlaute, eine Notiz und eine Kategorie mit einem langen Namen, exportierst und schaust dir das Ergebnis an. Was jetzt fehlt, wird auch in drei Jahren fehlen.

Die typischen Stellen, an denen eine CSV kaputtgeht

Eine exportierte Datei kann formal in Ordnung sein und trotzdem beim Öffnen unbrauchbar aussehen. Fast immer liegt es an einer von vier Stellen, und alle vier treffen deutschsprachige Nutzer besonders häufig.

Die erste sind die Umlaute. Wenn aus Bäckerei plötzlich eine Buchstabenfolge mit Fragezeichen wird, passt die Zeichenkodierung der Datei nicht zu der, die dein Tabellenprogramm erwartet. Das lässt sich beim Öffnen einstellen, aber nur, wenn du weißt, dass du danach suchen musst.

Die zweite ist das Dezimalzeichen. Deutsche Tabellenprogramme erwarten ein Komma, viele Exporte liefern einen Punkt. Im ungünstigen Fall wird aus einem Betrag von 12.50 dann kein Geldbetrag, sondern ein Datum oder eine Zahl ohne Nachkommastellen. Das fällt beim Überfliegen nicht auf und macht jede Summe falsch.

Die dritte ist das Trennzeichen selbst. Weil das Komma bei uns im Betrag steckt, arbeiten deutsche Programme oft mit dem Semikolon. Passt das nicht zusammen, landet die ganze Zeile in einer einzigen Spalte. Das sieht schlimm aus, ist aber der harmloseste der vier Fälle, weil man ihn sofort sieht.

Die vierte ist das Datum. Ein Datum in der Form Tag.Monat.Jahr und eines in der internationalen Schreibweise sehen unterschiedlich aus, aber bei Tagen bis zwölf lassen sich Tag und Monat vertauschen, ohne dass es auffällt. Das ist der unangenehmste Fehler überhaupt, weil er nur einen Teil der Zeilen betrifft und deshalb lange unentdeckt bleibt.

Ein Export ist noch kein Import

Eine Datei zu haben bedeutet nicht, dass ein anderes Programm damit etwas anfangen kann. Kategorienamen stimmen selten überein, geteilte Buchungen werden unterschiedlich abgebildet, und wiederkehrende Einträge lassen sich fast nie übernehmen.

Realistisch ist deshalb ein anderer Anspruch: Der Export sichert deine Historie, damit du sie lesen und auswerten kannst, auch in einem Tabellenprogramm. Dass er sich anderswo vollständig und automatisch wieder einlesen lässt, ist die Ausnahme und nicht die Regel. Wer das vorher weiß, ist hinterher weniger enttäuscht.

Was du praktisch tun kannst

Zwei einfache Gewohnheiten reichen aus. Erstens: den Export einmal am Anfang testen, nicht erst dann, wenn du wechseln willst. Zweitens: einmal im Jahr, zum Beispiel beim Jahresrückblick, eine Kopie ziehen und dort ablegen, wo auch eure anderen wichtigen Unterlagen liegen. Das dauert fünf Minuten und ist unabhängig davon, ob du je wechselst.

Und noch ein Punkt, der oft übersehen wird: Wenn ihr eure Zahlen zu zweit führt, sollte nicht nur eine Person wissen, wo die Daten liegen und wie man sie herausbekommt. Das ist keine Frage von Misstrauen, sondern dieselbe Vorsicht, die man bei Versicherungsunterlagen für selbstverständlich hält.

Häufige Fragen

Warum werden Umlaute in meiner exportierten Datei falsch angezeigt?

Weil die Zeichenkodierung der Datei nicht zu der passt, die dein Tabellenprogramm annimmt. Öffne die Datei nicht per Doppelklick, sondern über den Importdialog deines Programms, und wähl dort ausdrücklich eine Kodierung mit Unicode-Unterstützung aus. Die Daten selbst sind in der Regel unbeschädigt, nur ihre Anzeige ist es nicht.

Warum stimmen meine Beträge nach dem Import nicht mehr?

Meistens wegen des Dezimalzeichens. Deutsche Tabellenprogramme erwarten ein Komma, viele Exporte liefern einen Punkt, und dann wird aus einem Betrag entweder eine ganze Zahl oder ein Datum. Prüf im Importdialog, wie das Trennzeichen für Dezimalstellen eingestellt ist, und kontrolliere anschließend eine Gesamtsumme gegen einen Monat, den du kennst.

Wann sollte ich den Export zum ersten Mal testen?

In der ersten Woche, solange nur ein paar Buchungen drin sind. Dann kostet ein Wechsel nichts. Leg dabei absichtlich Einträge mit Umlauten, mit einer langen Notiz und mit einer geteilten Buchung an und schau, was in der Datei davon übrig bleibt. Was jetzt fehlt, fehlt auch nach drei Jahren, nur ist der Wechsel dann teuer.

Reicht es, wenn ich meine Daten als PDF oder Bericht herunterladen kann?

Zum Nachlesen ja, zum Weiterarbeiten nicht. Ein Bericht zeigt eine bestimmte Auswertung, aber du kannst daraus keine neuen Fragen an deine Zahlen stellen und sie nirgendwo einlesen. Achte deshalb darauf, dass es zusätzlich einen Export der einzelnen Buchungen gibt, in einem Format, das ein Tabellenprogramm öffnen kann.

Was ist mit Belegfotos, die ich an Buchungen gehängt habe?

Die sind der Teil, der beim Export am häufigsten verloren geht, weil in der Datei oft nur ein interner Verweis steht. Prüf früh, ob die Bilder wirklich mit heruntergeladen werden. Wenn nicht, speicherst du wichtige Belege wie Handwerkerrechnungen oder Unterlagen für die Steuererklärung besser zusätzlich dort, wo auch eure anderen Dokumente liegen.

Nimm dir einen Monat

Fambook gibt einem Haushalt ein gemeinsames Buch: Jeder trägt in Sekunden etwas ein, an jeder Buchung steht, wer es war, und der Monat summiert sich an einer Stelle statt an zweien. Es schreibt ohne Netz und synchronisiert danach. Buchen, Kategorien, Budgets, Auswertungen, CSV-Import und -Export, Synchronisierung und das Teilen zu zweit sind kostenlos — das Abo kauft dir nur weniger Tipparbeit.

Im App Store laden

Verwandte Texte

Alle Texte